Presseportal online

Veröffentlichen Sie Ihre Pressemitteilung über Connektar.de

Eine kurze Geschichte des Range Rovers

Ob in Robert Altmans „The Player“, im „Pferdeflüsterer“ oder in Serien wie „L.A. Heat“: Der Range Rover spielt gern die Hauptrolle. Und der Oberklasse-Geländewagen, der inzwischen in der dritten Generation auf dem Markt ist, zieht gern die Aufmerksamkeit auf sich. Wo Kraft und Ausdauer gefragt sind und wo Fahrer sich auf ihren Wagen auch in stressigen Situationen verlassen müssen, steht der Rover hoch im Kurs.

Entwickelt in den späten 1960er Jahren, kam er 1970 auf den Markt – und setzte Zeichen. Der permanente Allradantrieb und der 3,5-Liter-Hubkolbenmotor machten den Käufern klar, dass sie auf die Energie ihres neuen Fahrzeugs bauen konnten. Die 1970er Jahre waren eine Zeit, in der Geländewagen noch hauptsächlich im Gelände eingesetzt wurden, bei logistisch schwierigen Missionen in unwegsamen Regionen oder bei Rallyes. Die erste Rallye Paris-Dakar gewann nicht zufällig ein Range Rover. Er war auch eines der ersten Fahrzeuge, das beide Teile Amerikas von Norden nach Süden durchquerte. Das hohe Drehmoment, die große Bodenfreiheit und die robuste Bauweise (ab 1992 auch mit Luftfederung) prädestinierten den Range Rover für Steppe und Wüste, Sand und Geröll.

Erst später sollte der Geländewagen auch im Vorort funktionieren. Und der Range Rover machte mit. Die luxuriöse Ausstattung erinnerte den wohlhabenden Fahrer ohnehin eher an zu Hause als an die unwegsamen und abgelegenen Regionen, in denen er den Wagen vielleicht einmal gefahren war. Inzwischen hatte BMW die Marke übernommen, und die Münchner setzten alles daran, ein zeitgemäßes Oberklassefahrzeug zu entwickeln, dass das schon legendäre Image des krisenresistenten Fahrzeugs nicht gefährden, sondern weiterentwickeln würde. Das neue Topmodell besaß jetzt einen 4,6-Liter Benzinmotor und brachte es auf stolze 224 PS. Zwischen 1994 und 2001 wurde diese zweite Generation gebaut.

Die dritte Generation setzt den Trend fort: Es gibt nur noch Automatik-Getriebe, der 6-Gang-Antrieb wird zur Regel, und die Elektronik einschließlich des Unterhaltungsbereichs ist voll mit dem 5er integriert. BMW verkaufte Land Rover an Ford, das die Reste des britischen Traditionsunternehmens inzwischen an den indischen Newcomer Tata weitergab. Klare Linien und viel Autoglas erhellen den Innenraum, der Fahrer sitzt aufrecht und hat ausreichend Beinfreiheit. Er kann beim Fahren Rückgrat beweisen ohne Kompromisse machen zu müssen.

Und wie geht es weiter? Den Range Rover gibt es auch in einer 2011 in Genf vorgestellten E-Version, die das neue Umweltbewusstsein der Oberklasse widerspiegeln soll, aber kaum Freunde findet. Anders die Gesamtsituation: 136.000 verkaufte Einheiten in den ersten acht Monaten 2011, ein rasantes Wachstum in China und eine breite Produktpalette sorgen für entspannte Stimmung im Unternehmen. Wenn Rover Sorgen hat, dann sind es Luxussorgen. Vor allem die Frage, wie viel Luxus die Kunden wünschen, muss immer wieder neu beantwortet werden. Man darf gespannt sein.

21. November 2011  |  FL  |  Kein Kommentar
Kategorien: Auto  |  Schlagwörter:

Anmelden