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XTB äußert sich zu den ESMA-Vorschriften

Für den europäischen Forex-Markt wird das Jahr 2018 sehr wichtig werden. Die ESMA führt zum
1. August weitreichende Regulierungen ein, die den Markt des Devisenhandels in Europa beeinflussen können.

Die ESMA führt zum 1. August weitreichende Regulierungen ein, die den Markt des Devisenhandels in Europa in den kommenden Jahren wahrscheinlich beeinflussen werden. Zunächst sehen diese Vorschriften meist wie Beschränkungen aus. Aus der Sicht der Anleger ist dies auch in der Tat der Fall. Auf der anderen Seite stellen diese Veränderungen für viele Brokerhäuser enorme Herausforderungen dar. Starke und gesunde Unternehmen wie XTB könnten die Situation tatsächlich aber nutzen. Die nachfolgende Analyse beschreibt die Regulierungsvorschriften sowie deren mögliche Auswirkungen auf den Forex-Markt und XTB.

Was genau ist die ESMA?

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) ist eine EU-Einrichtung, die darauf abzielt, Anleger zu schützen und Integrität, Stabilität und reibungsloses Funktionieren der Finanzmärk-te sicherzustellen. Da der Devisenmarkt, auf dem XTB tätig ist, einen wichtigen Teil des Finanzmark-tuniversums ausmacht, ist dieser natürlich von Interesse für die Europäische Regulierungsbehörde. Die ESMA-Vorschriften gelten für jeden EU-Markt und sind daher für die XTB-Gruppe von größter Be-deutung. XTB hat in Ländern wie z.B. Deutschland, Frankreich, Spanien, Polen, Portugal, der Slowakei oder Tschechien eine beträchtliche Marktpräsenz.

Worum geht es bei den neuen Vorschriften?

Die ESMA entschied sich für den Einsatz der so genannten „Produktintervention“, welche auf den Schutz von Kleinanlegern abzielt. Die Vorschriften beziehen sich meist auf die Hebelwirkung, jedoch werden noch viele weitere Punkte angesprochen:

1. Die Intervention führt ein vollständiges Verbot von binären Optionen ein, die für Privatanleger als zu komplex angesehen wurden. Das Management von XTB betrachtet diese Veränderung als zweitrangig für das Unternehmen, zumal XTB mittlerweile echt Aktien aus 16 Märkten und echte ETFs in ihr Angebot aufgenommen hat.
2. Weitere Änderungen beziehen sich auf Differenzkontrakte (Contracts for Difference, CFDs), den Kern des XTB-Produktangebots. Die maximale Hebelwirkung wird auf 30:1 begrenzt, für viele Instrumente gilt jedoch eine stärkere Begrenzung auf bis zu 2:1. Der 30:1 Hebel greift bei den größten und wichtigsten Währungspaaren, ein 20:1 Hebel greift bei anderen Wäh-rungspaaren sowie bei Gold und wichtigen Aktienindizes. Ein Hebel von 10:1 greift bei andere Aktienindizes und anderen Rohstoffen, ein 5:1 Hebel bei anderen, nicht spezifizierten Instru-menten und zuletzt ein 2:1 Hebel bei CFDs auf Kryptowährungen. Das Portal „Comparic“, wel-ches hauptsächlich am polnischen Markt vertreten ist, hat Untersuchungen durchgeführt die zeigen, dass sich mehr als 90% der Händler gegen solche schwerwiegende Einschränkungen aussprechen. Die ESMA räumte ein, dass sie insgesamt rund 18.500 Rückmeldungen erhalten habe und der Großteil dieser enormen Summe von einzelnen Investoren und Händlern stammte. Dies deutet darauf hin, dass die Veränderungen von den Handelsgemeinschaften nicht begrüßt werden und nicht in deren Interesse handeln. Diese Veränderungen werden höhere Einlagenquoten erfordern, um ein bestimmtes Marktengagement aufrechtzuerhalten. Dies ist kostspielig, da diese Mittel anderweitig eingesetzt werden könnten. XTB sieht diese Veränderungen als zu radikal und potentiell kontraproduktiv. Wenn Händler sich entscheiden, die EU-Rechtsprechung auf der Suche nach verbesserten Handelsbedingungen zu verlassen, verbleiben diese Händler ohne den gewohnten Schutz.
3. Die Produktintervention führt zudem eine Regel zur Positionsschließung ein, bei der Positionen geschlossen werden, wenn die Höhe der verfügbaren Geldmittel unter 50% des ursprüngli-chen Werts (auf Kontoebene) fällt. XTB sieht dieses Niveau als machbar, hält es aber für zu zweideutig.
4. Weiterhin führt die Produktintervention einen obligatorischen Negativsaldo-Schutz ein. Dies bedeutet, dass ein Verlust des Privatanlegers seine Einlage nicht übersteigen kann (keine Nachschusspflicht). XTB unterstützt diesen Vorschlag voll und ganz – tatsächlich hatte XTB dies bereits in der Praxis eingeführt, bevor dies von der ESMA vorgegeben wurde.
5. Die Leitlinien begrenzen zudem auch eine Reihe von zusätzlichen Leistungen, die in Verbin-dung mit CFD-Transaktionen angeboten werden könnten. Während XTB generell mit diesem Prinzip einverstanden ist, sieht das Management jedoch nach wie vor, dass zusätzliche Leis-tungen für eine erfolgreiche und langfristige Geschäftsbeziehung zwischen Broker und Kunde wichtig sind.
6. Schließlich standardisiert die Intervention Risikohinweise. XTB unterstützt diese Idee absolut, da es die Transparenz erhöht.

Lohnt es sich, bei einem europäischen Broker zu bleiben?

Kurz gesagt: ja, auf jeden Fall. Obwohl der Handel mit CFDs mit einem in Europa ansässigen Broker höhere Einlagen erfordern wird, sollten Anleger der Sicherheit immer Priorität einräumen. XTB betont, dass einige Broker, die potenziell attraktive Handelskonditionen anbieten, überhaupt nicht reguliert sind und daher das Geld der Anleger einem hohen Risiko ausgesetzt sein könnte. Selbst wenn ein Broker eine Lizenz besitzt, kann aufgrund der bloßen Entfernung und der unterschiedlichen Regulie-rungen und Aufsichtsbehörden die Ausübung der Kundenrechte nahezu unmöglich sein. Darüber hin-aus sollten Händler beachten, dass sie außerhalb der EU nicht von der Nachschusspflicht befreit sind.

„Diese Vorschriften gleichen die Wettbewerbsbedingungen für Brokerhäuser aus, die in der EU ansäs-sig sind. Jeder Broker muss sich an die neuen Regeln halten. Es ist unsere Pflicht, unseren Kunden den besten Service und die beste Handelsplattform zu bieten. Kunden und Interessenten müssen wissen und sich sicher sein, dass XTB ein regulierter Broker ist und jedem einzelnen Anleger Sicher-heit bietet“, so Filip Kaczmarzyk, Vorstandsmitglied bei XTB.

Zugleich sieht XTB das Problem bei den nicht-regulierten Brokern, die ihre Finanzdienstleistungen in Europa von außerhalb anbieten. Viele dieser Unternehmen setzen aggressive Marketing- und Verkaufstechniken ein, die zwar schnelle Gewinne versprechen, aber in Wirklichkeit ihre Kunden ermutigen, exzessive Risiken einzugehen. Diese Unternehmen wirken sich nachteilig auf die Integrität der Finanzmärkte in Europa aus, und ihre Aktivitäten sollten von der ESMA genau geprüft werden.

Überprüfen Sie genauestens die Lizenz des Brokers

Investitionen bei einem vertrauenswürdigen und regulierten Broker sollten für jeden Trader von höchs-ter Priorität sein. XTB empfiehlt, die Lizenz des Brokerhauses nicht nur auf der Webseite des Unter-nehmens, sondern auch auf der Webseite der Aufsichtsbehörde zu überprüfen. Zusätzlich können sich Anleger selbst darüber informieren, ob das Brokerhaus nicht möglicherweise auf einer öffentlichen Warnliste steht. Händler sollten sich darüber bewusst sein, dass verschiedene Lizenzen unterschiedli-che Sicherheitsstandards für Anleger bieten. Einige Offshore-Lizenzen bieten möglicherweise weniger Schutz als Lizenzen, die in der EU benötigt werden.

Höhere Hebelwirkung für professionelle Trader

Es ist erwähnenswert, dass sich die durch die ESMA-Vorschriften eingeführten Grenzwerte auf Privat-kunden und Kleinanleger beziehen. Kunden von Brokerhäusern, einschließlich XTB, könnten in Erwä-gung ziehen, sich als Professioneller Kunden einstufen zu lassen. Die ESMA selbst hat diese Möglich-keit in der Stellungnahme hervorgehoben:

„Wenn Sie weiterhin CFDs ohne Begrenzung der Hebelwirkung durch die Produktintervention oder gar mit binären Optionen handeln möchten, können Sie dies mit Ihrem Broker besprechen und sorgfältig erwägen, ein Professioneller Kunde zu werden“, so die ESMA auf Fragen, die im Zusammenhang mit der Produktinterventionen entstanden sind.

Hierzu müssen bestimmte Bedingungen erfüllt werden, um als Professioneller Kunde eingestuft zu werden. Dazu gehört, dass der Kunde 2 der 3 folgenden Bedingungen erfüllen muss:

1. Der Kunde hat in den letzten 4 Quartalen durchschnittlich mindestens 10 Transaktionen mit einem Nominalwert in Höhe von mindestens 50.000 Euro abgeschlossen;
2. Der Kunde hat finanzielle Vermögenswerte von mindestens 500.000 Euro;
3. Der Kunde hat mindestens ein Jahr berufliche Erfahrung im Finanzsektor und in einer Position, die Kenntnisse auf den Finanzmärkten erfordert.

Die ESMA weist darauf hin, dass Professionelle Kunden zwar keinen Hebelrestriktionen ausgesetzt sind, sie im Gegenzug jedoch ein Schutzniveau aufgeben, das Privatkunden angeboten wird.

Kann XTB von den ESMA-Vorschriften profitieren?

Das Management von XTB ist auf einen Rückgang der Volumina vorbereitet, bleibt aber gleichzeitig von der Zukunftsfähigkeit des Geschäfts überzeugt. ESMA-Vorschriften können das Geschäft für Unternehmen, die auf schnelle Gewinne und einen stabilen Kundenstamm abzielen, weniger attraktiv machen. Unternehmen mit einem breiten Anlageangebot und einer soliden Diversifikation könnten diesen Prozess nutzen und ihren Marktanteil erhöhen. Das XTB Management sieht diese Möglichkeiten und verfolgt diesbezüglich ehrgeizige Ziele.

„Die größte Veränderung für Händler und das Brokerage-Geschäft in Europa sind die Beschränkungen der Hebelwirkung. Händler müssen für jede Transaktion höhere Einzahlungs-Level sicherstellen und müssen ihre Handelsmethoden entsprechend überprüfen. Wenn es um das Forex-Geschäft in Europa geht, könnte dies den Beginn einer Konsolidierung markieren, in der Unternehmen wie XTB, die über ein gut diversifiziertes Geschäftsmodell (geografisch und produktbezogen) verfügen, am ehesten bestehen bleiben“, sagt Omar Arnaout, CEO von XTB.

Mehr als nur Forex: XTB erweitert das Angebot durch physische Aktien und ETFs

Weitere Informationen und den vollständigen Artikel können Sie hier einsehen.

Über:

XTB Deutschland
Herr Eliza Dygutowicz
Mainzer Landstraße 47
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Pressekontakt:

XTB Deutschland
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